Editorial – Heft 09 / 2026
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Mit dem Ende der Sommerferien geht das Jahr in die heiße Herbstphase mit zahlreichen Fortbildungen und Veranstaltungen in Berlin. Dieses Jahr hat Berlin mit der Humboldt-Universität die Ehre, die International Academy of Comparative Law / Académie Internationale de Droit Comparé (AIDC/IACL) mit ihrem 22. Generalkongress zur Rechtsvergleichung zu hosten.
Dr. Astrid Auer-Reinsdorff | Rechtsanwältin Berlin & Lissabon | Fachanwältin für Informationstechnologierecht | www.dr-auer.de
Vom 28. September bis 2. Oktober 2026 haben Sie die wohl einmalige Gelegenheit, vor Ort das reichhaltige Programm, gestaltet von Wissenschaftlern und Praktikern, wahrnehmen zu können. Die Arbeitsgemeinschaft Internationales Wirtschaftsrecht nutzt die Gelegenheit, sich als spezialisierte Unterorganisation des Deutschen Anwaltvereins zu präsentieren und bei Wissenschaft und der ausländischen Kollegenschaft bekannt zu machen. Am 29. September 2026 richtet sie im Gesamtprogramm eine Veranstaltung zu Commercial Courts aus. Die Teilnehmer des Programms der ARGE IWR sind herzlich eingeladen, ohne weiteren Teilnehmerbeitrag einen Teil des Programms des Weltkongresses zu absolvieren, und sind am 29. September 2026 zu einem Netzwerk-Event ins DAV-Haus eingeladen – Programm und Anmeldung hier.
Dem Generalkongress voran geht eine Veranstaltung aus der Reihe Law Made in Germany in Athen am 24. September 2026. Diese Veranstaltungsreihe bietet Gelegenheit, sich bilateral zu vernetzen und Unterschiede in den beiden Rechtsordnungen zu erkennen. Das Format geht zurück auf das Jahr 2008 und auf das Bündnis für das deutsche Recht. Es antwortet auf die Dominanz anglo-amerikanischer Rechtssysteme (Common Law) im globalen Wirtschaftsverkehr. Ziel ist es, die Vorzüge des deutschen und kontinentaleuropäischen Rechts – wie Rechtssicherheit, Vorhersehbarkeit, Ef zienz und Wirtschaftlichkeit – weltweit besser zu vermitteln. Deutsches Recht soll als naheliegende Alternative bereitstehen in grenzüberschreitenden Verträgen und Sachverhalten, insbesondere wenn die Rechtsordnungen der Beteiligten ebenso einen kontinentalrechtlichen Hintergrund haben. Am 5. November begrüßen wir Sie dann im Deutschen Theater zum Herbstempfang. Nutzen Sie die Gelegenheit, die Kollegenschaft kennenzulernen sowie unsere ausländischen Gäste, die alljährlich zu den Berliner Internationalen Rechtsanwaltstagen nach Berlin kommen. Repräsentanten der ausländischen Kammern sowie der DAV-Auslandsvereine, denn üblicherweise gibt es in den benachbarten Ländern neben der Kammer keine Vereine zur Vertretung der Interessen der Anwaltschaft, tauschen sich zu berufspolitischen und praktischen Themen aus.
An diese „Berliner Anwaltstage“ schließt sich am 9./10. November 2026 der Internationale Wirtschaftsrechtstag an. Diese Fortbildung für die Fachanwälte für Internationales Wirtschaftsrecht und Branchentreff, nun auch schon das 12. Jahr in Folge, ist immer in Berlin. Dieses Jahr gibt es mit dem International Female Business Lawyers Event ein Novum, zu dem sich Kolleginnen auch separat anmelden können.
Alle Veranstaltungen werden durch das Berliner Anwaltsblatt in Print und digital unter anwaltsblatt. berlin auf LinkedIn begleitet. Sollten Sie noch kein Follower sein, holen Sie dies noch heute nach.
Nach diesem internationalen Ausblick in den Herbst darf ich Sie zur Lektüre unserer aktuellen Ausgabe des Berliner Anwaltsblatts einladen. Bald ist der 75. Jahrgang vollendet und wir blicken mit einer reich gefüllten Ideenbox als produktivem Output neben herzlichen und angeregten Netzwerkgesprächen des Autorentreffens in den nächsten Jahrgang. Mein Dank gilt den Mitgliedern der Redaktion, dem Team der Redaktionsassistenz sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Erich Schmidt Verlags sowie den Autorinnen und Autoren, die Heft für Heft zum Gelingen beitragen. Darüber hinaus gilt mein Dank Philipp Heinisch, der Kunst und Justiz in seinem Skizzenblock präzise, kritisch und zuweilen mit einem Augenzwinkern vereint. Am 27. Juli 2026 ist ihm mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes die ihm gebührende Ehre erwiesen worden.
Ihre Dr. Astrid Auer-Reinsdorff



