Kiffen auf Rezept

Verschreibung von medizinischem Cannabis – zwei Schritte vor, einer zurück?

Zu den umstrittensten Projekten der abgelösten Ampelregierung zählt zweifellos die viel diskutierte Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken. Kaum jemand kam an der Debatte um die wohl beliebteste Freizeitdroge vorbei. Weniger Beachtung fand das Medizinalcannabisgesetz (MedCanG), welches die bereits zuvor – unter strengen Voraussetzungen – mögliche Verschreibung von Cannabis zu medizinischen Zwecken liberalisierte.

In der Folge dieser gesetzlichen Änderungen sind mittlerweile zahlreiche Online-Anbieter entstanden, die die durch das MedCanG geschaffenen leichteren Verschreibungsmöglichkeiten von medizinischem Cannabis nutzen. Das Ergebnis: Mit wenigen Klicks ist es möglich, sich über einschlägige Webseiten ohne persönlichen Kontakt mit einem Arzt medizinisches Cannabis verschreiben zu lassen. Zum Teil reicht es aus, online einen Fragebogen auszufüllen. Das wenige Minuten später ausgestellte Rezept wird direkt an eine Apotheke weitergeleitet und die Blüten anschließend per Versand oder Kurier an die Haustür geliefert.

Dr. Maximilian Warntjen | Rechtsanwalt, | Fachanwalt für Strafrecht und Fachanwalt für Medizinrecht
Theda Bakker, LL.M. | Rechtsanwältin | www.lubitz-warntjen.de

Exklusiv für Mitglieder | Heft 10 | 2025 | 74. Jahrgang

Sie sind bereits Mitglied – hier anmelden  | Online lesen und Mitglied werden – hier registrieren
Nehmen Sie unsere zahlreichen Vorteile in Anspruch, stärken Sie unseren gemeinsamen Einfluss in Politik und Wirtschaft, arbeiten Sie mit uns an einer gemeinsamen und starken Berliner Anwaltschaft.