Neue Briefe an junge Juristinnen und Juristen
Gostomzyk/Jahn/Becker-Toussaint (Hrsg.)
C.H.Beck 2025, 24,90 Euro
ISBN 978-3-406-83646-6
Nach dem Erfolg des vor zehn Jahren erschienenen Buches „Briefe an junge Juristen“1Siehe Rezension im BerlAnwBl. 3/2025, S. 101. ist nun der Nachfolger erschienen. Es handelt sich nicht um eine Neuauflage, sondern um eine Ergänzung der ursprünglichen Kurzbeiträge, der „Briefe“.
Unter den 33 Verfasser:innen sind auch Berliner:innen wie die Justizsenatorin Dr. Badenberg und der Kollege Härting. Sie alle zeichnen nach, welchen Weg sie zurückgelegt haben, was sie zum Jurastudium gebracht hat und vor welchen Chancen und Herausforderungen sie standen und stehen.
Allan Böhner | Rechtsanwalt in Berlin-Charlottenburg und Regionalbeauftragter des FORUMs Junge Anwaltschaft Berlin
Das Buch ist nicht nur Studierenden und Referendarinnen und Referendaren zu empfehlen; auch erfahrene Kolleginnen und Kollegen können vieles nden, was sie selbst einmal zu den Rechtswissenschaften und schließlich in die Anwaltschaft gebracht hat. Die „Briefe“ zeigen alternative Karrierewege auf und bilden eine große Bandbreite dessen ab, was nach der juristischen Ausbildung alles möglich ist.
Für junge Lesende bieten die Beiträge aber nur bedingt Zuversicht. Lediglich am Rande werden die großen Aufgaben der künftigen Generationen von Juristinnen und Juristen gestreift. Nur wenige Worte fallen zu den Problemen des demogra schen Wandels und den mit dem Einsatz von KI verbundenen Herausforderungen. Hier wird klar, dass sich die Welt deutlich gewandelt hat, seit die Verfassenden ihr Studium abgeschlossen haben.
Dennoch macht der Band viel Freude beim Lesen und bei der Lektüre erinnert man sich selbst, aus welchen Gründen man einst das Jurastudium begonnen hat und welche Wege sich seitdem ergeben haben. Zugleich fragt man sich, was wohl in Briefen von jungen Juristinnen und Juristen stehen würde und wie ihr Blick auf Studium, Ausbildung und Beruf wäre.
- 1Siehe Rezension im BerlAnwBl. 3/2025, S. 101.


