Own your story

Social Media, aber ohne Personal Branding

Menschen sind keine Marke. Genauso wie es mit viel Aufwand und guter Strategie sowie ständiger Pflege verbunden ist, eine Produktmarke aufzubauen, so selten gelingt es für Menschen.

Caroline Harth selbst und viele in ihrem Umfeld beklagten den Druck, sich als Marke aufbauen zu müssen und reagierten mit Unverständnis, wenn dies Personen aus ihrem Umfeld mehr schlecht als recht gelingt. Dabei hat jede etwas zu erzählen und zu teilen, was wirklich spannend ist – authentisch vermittelt macht es an sich allen mehr Spaß.

Dr. Astrid Auer-Reinsdorff | Rechtsanwältin Berlin & Lissabon | Fachanwältin für Informationstechnologierecht | www.dr-auer.de
Buchvorstellung in der Berliner Buchhandlung Chapters Bookshop – chaptersberlin.com

In ihrem Arbeitsbuch berichtet Caroline über Persönlichkeiten und gibt Anleitung, wie es gelingen kann, ohne Krampf und Fassade sich, seine Dienstleistungen und Fähigkeiten zu präsentieren. Dabei richtet sich das Werk an alle, die führen. „Wie du dich heute als Leader positionierst – jenseits von Personal-Branding und Ego-Hype“ meint Meinungsführer ebenso wie Führungspersönlichkeiten in Beruf, Ehrenamt, freiberuflich oder angestellt. In Führung steckt ja auch Selbstführung.

Die Arbeit beginnt mit der Erarbeitung eines „Manifesto“ – einer Zusammenfassung dessen, was man selbst an sich, seiner Arbeit, seinem Werdegang, seiner Herkunft und seiner Einstellung als wichtig und grundlegend zusammenfasst. Hierhin kann man bei der Social- Media-Arbeit und der Selbstpräsentation auf Bühnen und in Meetings jederzeit gedanklich zurückkehren. Das Manifesto dient als feste Basis, um sich nicht im Rampenlicht und Social-Media- Marketing zu verlieren.

Das Leadership-Narrativ beschreibt Caroline so: „Authentische Leader erzählen ihre Lebensgeschichte so, dass sie sich nicht als passive Beobachter ihres Lebens, sondern als Individuen sehen, die ihr Selbstbewusstsein aus ihren Erfahrungen schöpfen. Nur so können sie ihre Motive ausbalancieren und dafür Sorge tragen, dass ihre inneren Werte genauso Treiber sind wie der Wunsch nach Anerkennung von außen.“ In einer sich ständig verändernden Welt und den Herausforderungen der Digitalisierung, die Fünfjährige empfehlen lässt: „ask the internet“, und immer häufiger künstliche Intelligenz scheinbar plausibel berät, werden persönliche Werte und Ziele immer wichtiger. So rät Caroline: „Wenn du weißt, wer du bist, und warum du so führst, wie du führst, dann kennst du deine eigene Leadership-Geschichte. Sie ist die Grundlage deiner Positionierung als Leader. Du musst sie dir aneignen, zur Not zurückerobern und sie behalten.“

Caroline gibt einen erfrischenden Wegweiser raus aus einem „ich muss bei Social Media mitmachen, weiß aber weder wie, noch habe ich etwas zu berichten“.

Heft 07-08 | 2026 | 75. Jahrgang