Respekt für Berlins Engagement
Sechs Projekte vom Berliner Ratschlag für Demokratie ausgezeichnet – #RESPEKTgewinnt im Abgeordnetenhaus
Ob in Schulen, Nachbarschaften, Vereinen oder im digitalen Raum – viele Berliner*innen engagieren sich täglich für ein solidarisches Miteinander. Dieses Engagement würdigt der Berliner Ratschlag für Demokratie seit 2008 mit dem Wettbewerb #RESPEKT gewinnt.

Ronja Wieltsch | Projektreferentin Berliner Ratschlag für Demokratie
Der Berliner Ratschlag für Demokratie ist ein Gremium aus etwa 40 Mitgliedern, bekannte Gesichter der Berliner Stadtgesellschaft aus Politik, Kultur und Wirtschaft, aus Organisationen und Vereinen, mehr dazu hier: berlinerratschlagfuerdemokratie.de | Instagram: @berlinerratschlag
Die neue Ausschreibung des Wettbewerbs #Respektgewinnt! startet im Oktober 2027.
Mehr als 65 Bewerbungen gingen in diesem Jahr ein. Die Vielfalt der Einsendungen zeigte erneut, wie breit das ehrenamtliche Engagement in Berlin aufgestellt ist – von Bildungs- und Nachbarschaftsprojekten bis hin zu kulturellen und sozialen Initiativen. Eine Jury aus acht Mitgliedern des Berliner Ratschlags wählte daraus insgesamt sechs Preisträger*innen aus.
PREISVERLEIHUNG IM ABGEORDNETENHAUS
Die feierliche Preisverleihung fand in diesem Jahr am 18. Mai im Festsaal des Berliner Abgeordnetenhauses statt. Die Veranstaltung brachte Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen und würdigte die Arbeit der ausgezeichneten Projekte.
Begrüßt wurden die Gäste von der Präsidentin des Abgeordnetenhauses Cornelia Seibeld und dem Staatssekretär für Integration, Antidiskriminierung und Vielfalt Max Landero, die die Bedeutung des Ehrenamts für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt hervorhoben. Durch die Veranstaltung führte Magdalena Bienert, die selbst Ratschlagsmitglied und rbb-Mitarbeiterin ist. Neben der Preisverleihung bot der Nachmittag Gelegenheit zum Austausch zwischen Initiativen, Jury und Gästen.
DIE AUSGEZEICHNETEN PROJEKTE
Insgesamt wurden sechs Projekte ausgezeichnet: drei Hauptpreise mit insgesamt 5000 € Preisgeld und drei Sonderpreise mit je 500 € Preisgeld. Die prämierten Initiativen zeigen beispielhaft, wie vielfältig Engagement in Berlin sein kann.
„Überall auf der Welt erleben wir das demokratiefeindliche Kräfte stärker werden. Das dürfen wir nicht einfach zur Kenntnis nehmen, sondern wir müssen ins Handeln kommen. Und genau dieses Handeln wurde heute ausgezeichnet“ – Eren Ünsal, Laudatorin 1. Preis
Der 1. Hauptpreis ging an das Netzwerk für Respekt, Toleranz, Vielfalt Berlin-Blankenburg e.V. Es organisiert verschiedene niedrigschwellige Aktionen für die Nachbarschaft. Dazu gehört eine Plauderbank, ein Nachbarschaftspicknick und eine Menschen- und Lichterkette.
Der 2. Hauptpreis wurde an das Projekt Netzwerk Flüchtlingssport – des Hellersdorfer Athletik Clubs Berlin e.V. verliehen. Es fördert Integration von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund im Sportbereich.
Den 3. Hauptpreis erhielt die Lebendige Bibliothek e.V. Ein Bildungsprojekt zu anderen Lebensrealitäten und Diskriminierungsformen, in dem Menschen als lebendige Bücher Wissen transferieren. Zusätzlich wurden drei Sonderpreise an Projekte vergeben, die sich in besonderer Weise für gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen:
Der Sonderpreis der Handwerkskammer Berlin ging an den Kiezladen Zusammenhalt e.V., seit 1992 ein basisdemokratischer Nachbarschaftsladen in Prenzlauer Berg. Der Sonderpreis des Handelsverbands Berlin- Brandenburg wurde verliehen für den Audioguide durch das jüdische Scheunenviertel, ein Projekt des Geschichtskurses der Ernst-Reuter-Schule.
Und der Sonderpreis der Berliner Stadtreinigung prämierte das Projekt Schulweg putzen der AG Diversity des Melanchthon-Gymnasiums zur Meldung und Entfernung rechtsextremer Propaganda auf Schulwegen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf.
DEMOKRATIE LEBT VOM MITMACHEN
Die ausgezeichneten Projekte machen deutlich, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für das Zusammenleben in Berlin ist. Sie schaffen Begegnungen, fördern Austausch und setzen Zeichen gegen Ausgrenzung und Hass.
Mit dem Wettbewerb #Respektgewinnt macht der Berliner Ratschlag für Demokratie diese Arbeit sichtbar und würdigt Menschen, die Verantwortung übernehmen. Denn Demokratie lebt nicht nur von politischen Institutionen, sondern vor allem vom Einsatz derjenigen, die sich jeden Tag für andere engagieren.
Der Berliner Anwaltsverein ist ebenfalls für die Initiative RESPEKTgewinnt vom Ratschlag für Demokratie aktiv. Wir durften durch unseren Vorsitzenden Dr. Dietmar Kurze den zweiten Preis an das Projekt Netzwerk Flüchtlingssport des Hellersdorfer Athletik Clubs Berlin e.V. übergeben. Dr. Kurze: „Dies ist eine von vielen unterstützenswerten ehrenamtlichen Initiativen in unserer Stadt, die heute geehrt wurden. Eine direkte wie wirksame Idee: Sport als Mittel zur Integration, verbinden statt zu spalten. Herzlichen Glückwunsch an das Netzwerk und alle anderen Gewinner und Bewerber!“



